So, nun habe ich schon die Hälfte meines Praktikums hinter mir und fühle mich hier weiterhin pudelwohl. Die zweite Woche war ich, wie die erste auch, komplett an der Ausleihe und Information. Dort durfte ich weiterhin Schwiitzerdütsch lernen und so langsam verstehe ich auch die eingefleischten Aarauer. Allerdings ist das sehr von der Konzentration abhängig, wieviel man versteht. Meistens genügen aber ein paar Wortfetzen und man weiss, was derjenige von einem will. Seit letzter Woche bin ich nun in der Katalogisierung, wo nach den KIDS-Regeln verfahren wird. Diese sind grob gesagt eine vereinfachte Form der RAK-WB, so dass man auch damit zurecht kommt.
Ansonsten habe ich hier richtig viel Glück, was auch die Freizeit angeht. Denn in meinem Haus leben 4 Deutsche und ein Ägypter, welche allesamt hier arbeiten und mir damit bei den täglichen Dingen mit Tipps und Tricks zur Seite stehen. Auch das Nachtleben muss ich dementsprechend nicht alleine verbringen und man ist hier schon eine eingeschworene Truppe. Allerdings lern ich hier nicht nur Schwiitzerdütsch, sondern auch ein paar deutsche Dialekte, wie Sächsisch, Thüringerisch oder Schwäbisch.
Na gut, ein Bericht werd ich zum Ende hin noch abliefern und dann wars das auch schon mit meinem Auslandspraktikum.
So, die erste Woche habe ich nun fast hinter mir und bin förmlich erschlagen von den Eindrücken. Die Kollegen sind alle superlieb und geben sich verdammt viel Mühe, um mir die Integration hier zu erleichtern. Natürlich habe ich auch noch ein paar Probleme mit dem Schwiitzerdütsch und verstehe nicht alles. Aber wenn es hart auf hart kommt, wechseln sie schon aufs hochdeutsch, so dass das alles kein Problem ist. Zu vergleichen ist die Bibliothek mit der Senatsbibliothek in Berlin und anhand derer beschreibe ich hier mal ein paar grundlegende Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Zu allererst sind hier die Leihfristen auch vier Wochen, allerdings findet hier eine zweimalige stillschweigende Verlängerung statt, sofern die Medien nicht vorbestellt sind. Auch gibts hier keine Quittungen über die Medien sondern „nur“ den Leihfristzettel mit dem Datum der Rückgabe. Hier füllen die Benutzer auch ihre Magazinzettel per Hand aus und bringen sie an die Ausleihtheke, von wo sie ins Magazin transportiert werden. Ebenfalls schreiben sich die Benutzer im Internet ein und brauchen dann am Tresen nur noch ihren Personalausweis zum kontrollieren und das Geld mitbringen. Das ermöglicht ihnen natürlich, dass sie schon von zu Hause aus bestellen können.
Der Rest ist allerdings recht ähnlich mit dem deutschen Bibliothekssystem bzw. gibt es nicht allzu gravierende Unterschiede dazu.
Hey, ich bin Christian und bin 22 Jahre alt. Ich bin Azubi in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) und absolviere ab dem 25. März ein sechswöchiges Praktikum in der Kantonsbibliothek Aargau in der Schweiz.
Die Idee eine Auslandserfahrung zu sammeln kam mir eigentlich schon gleich zu Beginn der Ausbildung nach einem Gespräch mit unserer Generaldirektorin, welche meinte, dass die ZLB solche Praktika unterstützt. Welches eigentlich der größte Tipp für jeden ist, ist, dass man sich nie früh genug um so etwas zu kümmern beginnen sollte. Es müssen alle gefragt werden, ob und in welchem Zeitraum das möglich wäre, dann muss ausgelotet werden, wo man hin will und sich mit der entsprechenden Bibliothek in Verbindung setzen. Diese muss auch erst sehen, ob für diesen Zeitraum ein Praktikant „gebraucht“ werden kann. Dann müssen ein Haufen weiterer organisatorischer Fragen geklärt werden. Man muss sich eine Unterkunft suchen, die Hin- und Rückfahrt müssen gebucht werden. Auch sollte man sich informieren, welche Gesetze bzw. Verordnungen in dem entsprechenden Land herrschen. (Geld, Zoll, Personalausweis oder Reisepass und und und).
Nachdem ich die Kantonsbibliothek angeschrieben habe (ganz normale Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnis …) bekam ich relativ schnell eine Antwort, so dass viele Sachen früh geklärt werden konnten. Durch das frühe Kümmern kann ich mir nun Hektik und Eile ersparen und alles ganz in Ruhe angehen.
Wie es dann genau gelaufen ist, kann ich Euch ja dann Anfang Mai schreiben, wenn ich wieder im Lande bin.
Hallo ich bin Jenny, 22 Jahre alt und werde, wenn alles gut geht, im September ein zweimonatiges Praktikum in Lund, Schweden absolvieren. Ich bin schon seit einiger Zeit daran interessiert Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Als ich davon hörte, dass unsere Berufsschule die Möglichkeit hat Stipendien zu beantragen war ich hin und weg. Das Ganze wird über das EU-Projekt Leonardo da Vinci gefördert, man bekommt also auch eine finanzielle Unterstützung. Mit Hilfe der zuständigen Lehrerin konnte ich den Kontakt zu den Lund University Libraries herstellen. Seitens der Bibliotheken gibt es momentan keine Probleme, nur muss das Stipendium noch genehmigt werden….